Das Tattoo juckt – mögliche Ursachen und Tipps zur Linderung

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Jeder, dessen Haut ein Tattoo ziert, kennt das unangenehme Jucken in den ersten Tagen nach dem Termin im Tattoostudio. Warum juckt frisch tätowierte Haut eigentlich? Und wie kann der Juckreiz durch einfache Mittel gelindert werden? Falls ihr euch diese Fragen auch schon gestellt habt, solltet ihr jetzt unbedingt weiterlesen.

Warum ein frisches Tattoo juckt

Ein frisch gestochenes Tattoo ist eine Wunde, die unvermeidlich einen Heilungsprozess der Haut mit sich bringt. Wie bei vielen anderen Wunden, ist auch bei einem Tattoo der Juckreiz eines der am deutlichsten spürbaren Zeichen der Heilung. Die Hautzellen arbeiten mit Botenstoffen, um das verletzte Gewebe wieder herzustellen. Gleichzeitig bekämpfen sie etwaige Verschmutzungen und entfernen geronnenes Blut, das beim Tätowieren entstanden sein kann. Beide Zellfunktionen lösen Juckreiz aus und sind der unangenehme, aber notwendige Nebeneffekt eines jeden Tattoos.

Um weder die Haut noch das neue Kunstwerk zu beschädigen, ist Kratzen absolut verboten! Was als erster Instinkt gilt, verschlimmert das Jucken oft nur noch, kann zu Entzündungen führen und sogar Farbe und Form das Tattoos verändern. Wenn das Tattoo juckt, können einige Tipps und Tricks Abhilfe schaffen und dich den Heilungsprozess deiner Haut gut überstehen lassen.

Tipp 1: Die richtige Heilsalbe für das neue Tattoo

junge Frau hält Creme in der HandBereits im Tattoostudio wird die betroffene Hautstelle mit einer Wundsalbe eingecremt und in Folie verpackt. Sowohl Tattoo-Neulinge als auch bereits mehrfach tätowierte Personen sollten sich die Pflegehinweise des Tätowierers gut anhören und befolgen. Während das Allround-Mittel Vaseline die Haut dank dem hohen Fettanteil geschmeidig hält, gibt es mittlerweile zahlreiche Cremes und Salben, die speziell für die Bedürfnisse frisch tätowierter Haut geeignet sind und im Gegensatz zur früher oft verwendeten Vaseline die Haut nicht von der notwendigen Luftzufuhr verschließen.

Shejoba PflegecremeAm besten eignet sich eine dünne Schicht einer Heilsalbe, die rein natürliche Inhaltsstoffe enthält. Hier könntest du z.B. zur Shejoba-Pflegeserie greifen. Dreimal am Tag angewendet, fördert die Salbe die Heilung, reduziert Juckreiz und versorgt die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit. Weniger ist dabei mehr: Bei zu häufigem Eincremen kann es zu einem Verlust der Tattoofarben kommen. Während des Heilungsprozesses bilden sich Krusten und Schorf, die auf keinen Fall abgekratzt werden dürfen. Außerdem muss das Auftragen der Salbe immer mit sauberen Händen erfolgen. Sollte es nach der Behandlung mit der Heilsalbe zu ungewöhnlichen Rötungen oder sonstigen Anzeichen einer Allergie kommen, ist eine Beratung bei einem Arzt oder Apotheker notwendig.

Tipp 2: Mit Kühlung gegen den Juckreiz

Wenn das Tattoo juckt, bietet eine Kühlung der Hautstelle oftmals die beste Linderung. Dazu eignet sich ein Kühlpack, das eingewickelt in ein Stofftuch auf die Haut aufgelegt wird. Hast du ein solches gerade nicht zur Hand, kannst du – auch wenn es sich lustig anhört – ebenso zur Gemüsepackung aus dem Tiefkühler greifen. Weder das Kühlpack noch seine Alternativen dürfen jemals direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Eine Stoffschicht als Schutzbarriere ist Pflicht.

Durch die Kälte werden die Hautzellen abgelenkt und senden neue Informationen zum Gehirn. Die Folge: Das Tattoo juckt nicht mehr. Eine ähnliche Wirkung erzielst du, wenn du mit der flachen Hand sanft Druck auf die tätowierte Hautstelle ausübst oder die Haut leicht abklopfst. Auch hier werden die Nerven der Hautzellen vom Juckreiz abgelenkt.

Die Haut juckt: Heilungsprozess nach der Tattooentfernung

Nicht nur ein frisches Tattoo juckt – auch nach der Entfernung eines Tattoos kommt es zum Heilungsprozess, der einen Juckreiz verursacht. Diesem kann ähnlich entgegengewirkt werden wie bei einem frisch gestochenen Tattoo. Auch bei der Tattooentfernung muss auf die richtige Pflege geachtet werden, um unschöne Narbenbildung zu verhindern und die Haut beim Heilen zu unterstützen. Zur optimalen Nachsorge nach der Laserbehandlung gehört der Verzicht auf direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und Bäder, das Tragen von luftiger Kleidung und das Auftragen einer Wundheilcreme.

Fazit: Das Jucken ist eine natürliche Hautreaktion

Egal ob nach dem Tattoo-Stechen oder nach der Entfernung – der Juckreiz lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Mit ein paar kleinen Tricks kann das unangenehme Gefühl jedoch deutlich reduziert und der Heilungsprozess beschleunigt werden.

Bild: istockphoto.com – voyagerix

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