UV-Tattoos – ein harmloser Trend?

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Im Sommer tagsüber im Büro kurzärmlig rumlaufen oder seriös in Kundengesprächen auftreten, davon können manche Tattoo-Fans nur träumen, denn: Tattoos sind auch heutzutage in vielen Berufen noch nicht opportun, oder zumindest nur bis zu einer gewissen Karrierestufe, danach heißt es Tattoos verstecken, entfernen oder auf die Karriere verzichten. Seit einiger Zeit verspricht ein neuer Trend jedoch Abhilfe: sogenannte UV-Tattoos, die nur unter Schwarzlicht zu sehen sind, dort sogar leuchten. Was hat es damit auf sich und wie sicher sind solche Tätowierungen?

Was ist ein UV-Tattoo?

Blacklight-study by retrofresh on flickr CC by 2.0Als UV (kurz für ultraviolett)-Tattoos bezeichnet man Tätowierungen, die  mit besonderen Farben gestochen werden. Diese (UV-) Farben führen dazu, dass die Bilder nur unter Schwarzlicht sichtbar sind, ja, sie leuchten sogar. Fluoreszierende Neonfarben verbergen sich also unter der Haut und sind tagsüber so gut wie unsichtbar. Allerdings gibt es hier Einschränkungen. Wirklich unsichtbar im Sonnenlicht sind lediglich UV-Tattoos, die mit Titanium White gestochen sind, alle anderen Farben sind auch am Tag zu sehen- wenn auch nur geringfügig. Auch die Kratzer der Tattoonadel hinterlassen manchmal Spuren auf der Haut. Entwickelt wurden UV-Tattoos übrigens, um Tiere wie z.B. Vögel zu markieren. Seit den 90er Jahren werden sie im Tierreich verwendet, Langzeitstudien über die Spätfolgen von UV-Farben beim Menschen gibt es noch nicht. Raver entdeckten Neonfarben als Tätowiermittel für sich, nun werden UV-Tattoos auch als Option für Berufstätige diskutiert.

Risiken von UV-Tattoos

Wie bei allen Tätowierungen können auch bei UV-Tattoos die verwendeten Farben vom Immunsystem abgestoßen werden und zu allergischen Reaktionen führen. Laut Hersteller sind sie zwar frei von Giftstoffen, doch wissenschaftliche Untersuchungen über mögliche Spätfolgen gibt es noch nicht. Entzündungen, Schwellungen oder Ausschläge sind mögliche Folgen und das auch noch Jahre, nachdem das UV-Tattoo gestochen wurde (vgl. Medical Tribune). Bei UV-Tattoos kommt die Schwierigkeit beim Stechen hinzu, denn: sie können nicht in normaler Beleuchtung gestochen werden, sondern nur unter Schwarzlicht, damit der Tätowierer die Farbe gut sehen kann. Die schlechten Sichtbedingungen erschweren die Arbeit des Tätowierers, doch nicht nur deswegen dauert das Stechen von UV-Tattoos länger als das anderer Tattoos. Die Pigmente von UV-Farben sind größer, wodurch der Tattoo-Künstler besonders vorsichtig sein muss und daher mehr Zeit braucht. Um ein Drittel mehr Zeit sollte man für UV-Tattoos daher einplanen. Die Entfernung von UV-Tattoos kann sogar noch länger dauern, sie ist aufgrund der besonderen Farben nämlich extrem heikel.  

 

Entfernung von UV-Tattoos

Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, die fluoreszierenden Farben selbst abzubauen.Besonders problematisch macht das die Entfernung von UV-Tattoos. Aufgrund der speziellen Farben, kann hier oft nicht mit Laser gearbeitet werden – es droht also eine operative Entfernung und das heißt: Schmerzen und Narbenbildung. Ob mit Lasertechnologie, wie dem tattoolos Nd:YAG-System entfernt werden kann, darüber berät tattoolos gerne, denn nur mit der Laserentfernung können Tattoos schmerzarm, effizient und nachhaltig entfernt werden.
Bevor man sich ein UV-Tattoo stechen lässt, sollte man sich also noch mehr Gedanken darüber machen, ob man die gesundheitlichen Risiken eingehen möchte und ob man tatsächlich für immer in Nachtclubs leuchten möchte.

Bild: Blacklight-study by retrofresh on flickr CC by 2.0

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