Tattoos im Alter

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Jede Blume lässt irgendwann das Köpfchen hängen, wird welk und wirft schließlich nach und nach ihre Blütenblätter ab. Vorbei ist es mit der bunten Pracht. Doch was macht man, wenn besagte Blume eintätowiert ist und nicht das Motiv altert, sondern die Leinwand, sprich die menschliche Haut?

Der Prozess der Hautalterung

Niemand ist vor Runzeln, Falten oder Altersflecken gefeit. Lebensstil und Körperpflege haben aber ihren Anteil daran, wie schnell und wie stark wir altern. Zuviel Stress, ungesunde Ernährung und klimatische Umstände tragen dazu bei wie unsere Haut im Alter aussieht. Je ungesünder man lebt, desto stärkere Folgen für den Teint in späteren Jahren. Allgemein bekannt ist mittlerweile, dass Sonnenlicht mit seinen UVA- und UVB-Strahlen die Haut schädigen kann. Wer zu oft und zu lange die Sonne anbetet erhöht nicht nur sein Risiko an Hautkrebs zu erkranken, auch der Alterungsprozess der Haut wird beschleunigt. Die Sonnenstrahlen sind sogar so stark, dass man mit frisch gestochenen oder frisch entfernten Tattoos nicht in die Sonne darf. Woran liegt das genau? Vor allem UVA-Strahlen dringen in die Zellen der Dermis (Lederhaut) ein und sorgen dafür, dass sich dort aktiver Sauerstoff bildet. Dieser führt letztendlich dazu, dass die Haut an Straffheit und Elastizität verliert. Ein erster Schritt in Richtung Hautalterung bzw. Falten ist gelegt. Kann man sich durch ausreichenden Sonnenschutz vor dieser Art der Hautalterung schützen, so ist gegen das natürliche Altern noch kein Kraut gewachsen. Im Laufe der Lebensjahre werden die Zellen müde und ihre Erneuerung lässt nach. Dadurch kommt es zu einer Unterversorgung, die obere Hautschicht wird dünner und es bilden sich leichter Risse. Da die Talgdrüsen weniger Fett produzieren, wird die Haut trockener. Eine Rolle spielt auch, dass man im Alter schwächer wird und die Muskelspannkraft nachlässt. Falten, Dellen, Runzeln und Hauptlappen bilden sich. Wie stark die Auswirkungen der Hautalterung sind ist dabei von Mensch zu Mensch verschieden. Auf Tattoos wirkt sie dagegen meistens gleich: die Tätowierungen verändern sich mit der Haut und das nicht immer vorteilhaft.

Auch Tattoos altern

Je nachdem in welchem Alter man sich tätowieren lässt, variiert der Grad der Veränderung über die Jahre. Es gilt: je jünger man ist, desto stärker wirkt sich die Hautveränderung auf das Tattoo aus. Durch die Zellerneuerung der Haut werden gestochene Linien breiter, weshalb zu klein geratene Motive (oder schlecht gestochene Tattoos) schnell „verlaufen“. Abhängig vom Hauttyp und dem Alter kann sich die Linienstärke innerhalb von sieben Jahren verdoppeln und nach 14 Jahren sogar drei- bis viermal so dick sein. Lässt die Zellerneuerung dann altersbedingt nach kommen Runzeln und möglicherweise sogar Faltenwürfe der Haut hinzu. Einst kunstvolle Motive drohen zu undefinierbaren farbigen Flächen zu werden. Bevor es soweit kommt entscheiden sich viele für die Tattooentfernung. Bei der Lasertherapie mit dem gütegeschalteten Nd:YAG-Laser werden sehr gute Ergebnisse erzielt. Nach einer ausführlichen Beratung wird das Tattoo schmerzarm weggelasert. In mehreren Sitzungen behandelt ein ausgebildeter Lasertherapeut die Tätowierung mit dem stark gebündelten Lichtstrahl. Dabei bricht die Wellenlänge des Lasers die in der unteren Hautschicht eingelagerten Farbpartikel des Tattoos auf. So können die kleinen Farbteilchen dann vom menschlichen Immunsystem abtransportiert werden. Allmählich verblasst das Tattoo bis es schließlich ganz verschwindet.

Autorin Dorothea Martin
tattoolos

4 Kommentare

  1. Sosha sagt:

    na das sind ja schöne Aussichten!
    Ich hol mir sofort Antifaltencreme mit Lichtschutzfaktor!

  2. Entfernung von Altersflecken | tattoolos® - Tattooentfernung via Laser - Ratgeber, News und Anwendungen sagt:

    […] Alter zeigen sich aber auch die unschöneren Effekte des Sonnenlichts. Besonders die Körperstellen, die […]

  3. karsten sagt:

    es ist doch besser sich ein bild an die wand zu hängen al sich den körper mit tattoos zu verschandeln die irgendwann nicht mehr gefallen oder so scheiße aus sehen das man es entfernen muß um nicht wie ein schreckgespenst aus zu sehen.
    jeder der sich tätowieren lässt denkt nicht mit dem gehirn sondern lässt einfach mal so das gefühl entscheiden, was sich meistens sehr schnell negativ auswirkt. wer ist so dumm sich freiwillig schmerzen zu zufügen zu lassen und dafür noch geld zu bezahlen. ich sage ja nicht das einige motive schlecht aussehen aber das ein leben lang auf dem körper zu tragen, da muß man doch ganz schön neben der spur sein.
    für mich ist das genau so eine große geld und zeit verschwendung wie das rauchen.

    • tattoolos sagt:

      Hallo Karsten, deine Aussage finden wir ziemlich beleidigend und möchten deine Meinung nicht teilen. Es sollte jeder Menschen frei in seinen Entscheidungen sein. Ebenso kann er wählen ob er sich tätowieren lässt oder nicht. Mittlerweile sind Tätowierungen in der Mitte der Gesellschaft angekommen (siehe unsere Ex First Lady) und wir würden niemanden als dumm bezeichnen nur weil er ein oder mehrere Tattoos hat. Denke doch nur mal an die vielen kosmetischen oder auch medizinisch notwenigen Tätowierungen ! Die Leute sind doch nicht dumm oder minderwertig! Nur mal so als kleiner Denkanstoss. Viele Grüße Markus

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