Tätowierungen ohne Nebenwirkungen

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Tattoo FarbeTätowierungen gelten als besonders intensive Art, den eigenen Körper zu verzieren. Welches Motiv dabei ausgewählt wird, ist in der Regel eine sehr individuelle Entscheidung. Sämtliche Tätowierungen haben aber gemein, dass sie mit einer bestimmten Tattoo Farbe unter die Haut gebracht werden.

Dies gilt übrigens auch für das sogenannte Permanent Make-up, welches gerade bei Frauen sehr beliebt ist. Doch aus was besteht diese Farbe eigentlich und worauf sollten Interessierte achten, wenn Sie sich für ein Tattoo entscheiden?

Tätowierfarbe: Was ist das eigentlich?

Generell wird zwischen Tattoos unterschieden, die dauerhaft bleiben oder sich im Laufe der Zeit wieder abbauen.

  • Beim klassischen Tattoo, welches ein Leben lang halten soll, dringt deshalb die Tätowier-Nadel bis in die zweite Hautschicht vor.
  • Beim Permanent Make-up ist es hingegen nur die erste Schicht. Aus diesem Grund baut sich die verwendete Tattoo Farbe beim Conture Make-up auch nach drei bis fünf Jahren wieder ab.

Bei beiden Tattoo Varianten werden die gleichen Farben verwendet. Diese bestehen in der Regel aus folgenden Inhaltsstoffen:

  1. Destilliertes Wasser, Alkohol und Glycerin als Trägerstoff. Wobei sich destilliertes Wasser immer mehr durchsetzt.
  2. Farbpigmente, die bis auf Schwarz und Weiß zumeist synthetisch hergestellt werden.

In Deutschland müssen die Tattoo Farben seit 2009 der sogenannten Tätowier-Mittel-Verordnung entsprechen. In dieser ist genau aufgelistet, welche Inhaltsstoffe in den Farben/Pigmenten auf keinen Fall enthalten sein dürfen. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Negativ-Liste, sodass seit einiger Zeit die Einführung einer Positiv-Liste gefordert wird. Dies würde nach Meinung vieler Experten erheblich dazu beitragen, dass Stoffe intensiver geprüft werden müssten.

Ein gutes Beispiel hierfür sind sicherlich die toxikologischen Reaktionen der Farbpigmente im Körper. Gerade weil verschiedene Tests ergeben haben, dass bestimmte Tattoo Farbpigmente nicht nur Allergien, sondern auch Krebs auslösen können, wäre eine solche Positivliste mit all ihren Prüfergebnissen ein weiterer Schritt in Richtung Produktsicherheit.

Tattoos nur vom waschechten Profi: Darauf sollten Sie beim Thema Farben achten

Generell gilt, dass sich Interessierte ihr Tattoo ausschließlich von einem echten Profi stechen lassen sollten. Professionelle Studios setzen in der Regel auf hochwertige Produkte, die den Körper so wenig wie möglich belasten. Den verantwortungsbewussten Umgang mit Tattoo Farben in einem Studio erkennt man vor allem an folgenden Dingen:

  • Das Studio verwendet ausschließlich Farben, die der Tätowier-Mittel-Verordnung entsprechen und deshalb auch beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit registriert sind.
  • Der Tätowierer informiert seine Kunden über die Eigenschaften und Inhaltsstoffe der verwendeten Tätowier-Farben.
  • Er fragt zudem nach, welche Allergien bzw. Krankheiten bestehen.

 

Tattoos wieder entfernen: Was passiert mit der Farbe?

Natürlich kann es vorkommen, dass die Begeisterung für ein Tattoo so stark nachlässt, dass es entfernen werden soll. Auch sieht das Permanent Make-up durch intensive UV-Strahlung oftmals nicht mehr besonders attraktiv aus. In diesen Fällen bietet es sich an, die Tattoo oder Permanent Make-Up Entfernung von professionellen Experten durchführen zu lassen.

Dabei spielt die chemische Zusammensetzung bzw. Reinheit der Tattoo Farbe eine sehr wichtige Rolle. Generell gilt, dass dunklere Farben einfacher zu entfernen sind als helle. Deshalb ist es auch hier mehr als empfehlenswert, schon vor dem eigentlichen Tätowieren auf die Eigenschaften bzw. die Zusammensetzung der Tattoo Farbe zu achten. Mehr könnt ihr auch in unseren FAQs zum Thema „Können alle Arten von Farben entfernt werden“ lesen.

Bildquelle © destillat – istock.com

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