Soldatentattoos im Spiegel

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In seiner heute erschienenen Ausgabe 1/2015 berichtet der SPIEGEL auf Seite 41, dass die seit 1. Februar 2014 geltende Erscheinungsbild-Regelung für Bundeswehrsoldaten nach zahlreichen Protesten entschärft wurde.

Zwar erlaubte sie „Körpermodifikationen zu dekorativen Zwecken ohne medizinische Notwendigkeit“, sprich Tätowierungen – mit Einschränkungen – auch vorher, doch ab Januar 2015 dürfte der Körperschmuck innerhalb militärischer Bereiche wieder offen getragen werden. In der vom Bundesministerium der Verteidigung herausgegebenen zentralen Dienstvorschrift A-2630/1 war unter anderem festgelegt, dass „Körpermodifikationen und Körperbemalungen weder die Würde des Menschen verletzen, noch diskriminierende oder pornografische Motive sowie Inhalte aufweisen dürfen, die den Werten und Normen des Grundgesetzes oder den strafrechtlichen Bestimmungen widersprechen.“

Auf den Webseiten des Wehrbeauftragten bzw. der Bundeswehr finden sich dazu (noch) keine aktuellen Informationen, dafür aber ein Bericht über einen hobby-tätowierenden Soldaten.

Journalist Thomas Wiegold, Experte für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik aus deutscher Sicht, fragte bereits am Vortag auf seinem Blog, wie die Dienstvorschrift künftig konkret formuliert werden soll. Immerhin lässt sich auch Absatz 604 der Dienstvorschrift unterschiedlich auslegen: „Die Zulässigkeit bestimmter Körpermodifikationen und -bemalungen entbindet nicht von der soldatischen Pflicht zur Gesunderhaltung nach § 17 Absatz 4 Soldatengesetz.“ (dm)

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