(Sicheres) Tätowieren ist jetzt Chefsache – tattoolos findet das super

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In Deutschland ist der Bundeslandwirtschaftsminister für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig. Am 29. Juni 2016 startete Christian Schmidt (CSU) in Berlin die Kampagne „Sicher tätowieren“.

Im auch aus der RTL-II-Serie BTUN bekannten Tattoo-Studio von Daniel Krause, Vorstand des Bundesverbandes Tattoo, sprach sich Minister Schmidt für strengere Regeln und professionelles Arbeiten in der Tätowierbranche aus. Konkret unterstützte er die Forderung nach Einführung von Befähigungsnachweisen. Kunden müssten sicher sein, dass Tätowierer nur einen Gewerbeschein bekommen, wenn sie sichere Kenntnisse in Hygiene, Dermatologie und Recht nachweisen könnten. Noch sind weder einheitliche Arbeits- und Hygienestandards für Tattoo-Studios noch nachgewiesene Fachkenntnisse im Tattoo-Gewerbe vorgeschrieben. Zudem warnte der Minister vor spontanen Tattoos, die aus einer Urlaubslaune heraus gestochen werden.

Die Internetseite wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Referat 223 – Produktsicherheit) beauftragt. In fünf Kategorien sind alle wesentlichen Informationen für Einsteiger und Erfahrene optisch ansprechend, übersichtlich und gut verständlich zusammengefasst. Tätowierwillige sollten wissen, mit welchen Farben gearbeitet wird. Checklisten helfen, die wichtigsten Fragen vor der Studiowahl zu beantworten und was man nach dem Tätowieren beachten sollte. Ausführlich geht das Portal auf gesundheitliche Risiken ein und weist auf eventuelle Konsequenzen der Tattooentfernung hin. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. So kann man prüfen, wie gut man sich bei Tattoo-Stilen auskennt oder sein Wissen in einem Quiz testen.

Tattoolos begrüßt die Initiative. „Wir sehen ja täglich die Opfer schlecht gestochener Tätowierungen“, begründet Geschäftsführer Markus Lühr. „Bekanntlich sind wir keine Tattoo-Gegner, aber wir kooperieren nur mit einer Handvoll Tattoo-Künstler, die wir uneingeschränkt empfehlen können.“ Als gutes Indiz für qualitativ hochwertige Arbeit nennt er die Wartezeit auf einen Termin bei einem Tätowierer: „Wird ein sofortiger Termin angeboten, sollten das Kunden immer hinterfragen.“
Ebenfalls ein großes Thema: „Schlecht gestochene Permanent Make-ups. Auch hier fehlen Standards sowie eine umfangreiche Ausbildung.“

Weil Qualitätskriterien nicht nur beim Tätowieren gelten (sollten), sondern auch bei der Tattooentfernung, bildet tattoolos seit drei Jahren ganzheitliche Tattooentferner aus. Die anspruchsvolle Ausbildung ist vor allem als Wochenkurs beliebt und stark nachgefragt. Der Bund Deutscher Heilpraktiker (BDH) unterstützt den Kurs mit einem Fortbildungszertifikat.

Foto: Screenshot der Seite safer-tattoo.de (Quelle: BMEL)

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