Machen Tattoos süchtig?

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Machen Tattoos süchtig?

 „Ich würde sagen: Ich bin süchtig danach“ meint Shooting-Star Christina Perri (Quelle) zum Thema Tätowierung. Die Sängerin, die mit “A Thousand Years” den Titelsong zum Film “Twilight – Breaking Dawn” beisteuerte, hat im Alter von 25 Jahren bereits an die 45 Tattoos angesammelt. Neben Liebeserklärungen an ihre Heimatstadt Philadelphia, an ihre Familie und an ihr Lieblingstier, den Pinguin, findet sich auch eine Hommage an Twilight auf ihrem Körper: “Bitten” steht auf ihrem rechten Handgelenk.

Mit 15 ging ihre “Tattoo-Karriere” los, pro Lebensjahr sind seitdem 4,5 Tattoos hinzukommen, eine stolze Zahl!  Doch kann man nach Tattoos wirklich süchtig werden? Und wenn ja warum? 

Der Kick beim Tätowieren

Ob ein Tattoo aus einer plötzlichen Laune oder nach reiflicher Überlegung gestochen wird: Sobald man beim Tätowierer sitzt, das Motiv ausgesucht hat, es auf der Haut vorgemalt wurde, sprich, spätestens sobald alles bereit ist, setzt sie ein die Nervosität. Und wenn dann die Tätowier-Maschine angeworfen wird, dann steigt auch die Adrenalin-Ausschüttung. Adrenalin ist ein körpereigenes Hormon, das in den Nebennieren produziert wird, und bei besonderen Belastungen ausgeschüttet wird. Sowohl bei psychischem als auch bei physischem Stress macht es den Körper leistungsbereit, Adrenalin sorgt u.a. dafür, dass sich das Herz-Kreislauf-System und die Atmung anpassen. Beim Tätowierer gerät man unter Stress, weil man mutwillig wider den Körper und seinen Instinkt handelt. Eigentlich sind wir Menschen von Natur aus so gepolt Gefahren wie eben auch Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Wer sich tätowieren lässt, verstößt gegen dieses natürliche Gefühl und wird dafür mit einem „Kick“ belohnt. Denn Adrenalin setzt z.B. beim Sport nicht nur ungeahnte Kräfte frei, es versetzt uns euch in eine euphorische Stimmung. Und nach diesem Kick, nach diesem Hochgefühl kann man süchtig werden. 

Tattoo-Fieber ist ansteckend …

Christina Perri befindet sich mit ihrer „Tattoo-Sucht“ übrigens in guter Gesellschaft. Auch die Schauspielerin Lea Michele („Glee“) schwärmt für Tätowierungen. Auf 14 Tattoos bringt die 25-jährige es mittlerweile. Bei ihr liegt das Faible für Tattoos sogar in der Familie. Sie erzählt, dass sie sich manchmal mit anderen Familienmitgliedern zu Tattoo-Sessions verabrede. Oder sie haben ein Familientreffen, feiern und freuen sich, und aus dem Moment heraus gehe man dann gemeinsam zum Tätowierer. Am nächsten Tag wache sie auf und entdecke ein neues Motiv an sich wie letzthin einen Schmetterling am Knöchel. Wieso der Schmetterling am Vorabend unbedingt für immer verewigt werden musste, das konnte sie dann zwar nicht mehr so genau nachvollziehen, doch gestochen sei schließlich gestochen. Doch glücklicherweise bedeutet Tattoo heute nicht mehr für immer und ewig.

… aber manchmal kurzlebig

Ozzy Osbourne warnte seine Tochter Kelly als Teenager davor, sich tätowieren zu lassen. Er meinte, sie könne süchtig nach Tattoos werden. Kelly ließ sich aber natürlich nicht davon abhalten und bereut heute die meisten ihrer Tätowierungen. An die 14 Tattoos lässt sie sich gerade entfernen – und ist heilfroh, dass es dank Lasertechnologie mittlerweile möglich ist, Tattoos schmerzarm, effektiv und narbenfrei zu entfernen. 

 

© Bild Lunchbox LP | flickr (CC BY 2.0-Lizenz) 

3 Kommentare

  1. Tom sagt:

    ich kenne viele Leute in meinem Umfeld die in einem Rausch sind wenn es um ihre Tätowierungen geht. Angefangen hat es ganz harmlos mit einem Tattoo. Dann wurde das Bild immer Stück für Stück erweitert. Ich denke schon das es ab einem bestimmten Punkt zur Sucht wird. Die Bilder sehen ja auch wirklich cool aus aber ich denke halt immer an die Zukunft. Wie sieht so ein Tattoo aus wenn meine Haut alt und schrumpelig ist? Einen Suchtfaktor gibt es auf alle Fälle
    Gruß Tom

    • tattoolos® sagt:

      Hi Tom, das können wir nur bestätigen. Tätowieren kann zur Sucht werden. Gerade wenn man eine wirklich guten Künstler hat der mit seiner Arbeit überzeugt!

  2. Sylvio sagt:

    ein Mädchen, dass ich gedatet habe, hat gemeint, ich wäre ein Kontrollfreak, weil ich soviele Tätowierungen habe. Laut ihrer Meinung (war wahrscheinlich Therapeutin oder so), ist das Tätowieren eine Möglichkeit Kontrolle über sich und seinen Körper zu gewinnen. Ich find, es macht einfach nur total Bock sich tätowieren zu lassen!! und wenn mir was nicht gefällt, dann lass ichs wieder weg machen, um mir ein neues Tattoo an der Stelle stehcen zu lassen, so einfach ist das!!

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