Good cop, bad cop? Tattoos bei der Polizei

, (1 Kommentar)

Lange Zeit galt: wollte man im Film den Bösewicht finden musste man nur nach Tattoos Ausschau halten. Ob aufgemalt oder echt wie bei Schauspieler Danny Tejo (z.B. From Dusk til Dawn), das Klischeebild vom tätowierten Filmgangster hielt sich hartnäckig. In manchen Köpfen ist es noch heute verankert. Wie sieht es aber mit Tattoos bei den „good guys“ aus? Vor kurzem entbrannte in Schleswig-Holstein wieder eine Diskussion darüber, ob Polizisten tätowiert sein dürfen.

Hintergrund war der Fall einer jungen Polizeischülerin, die sich während der Ausbildung ein Tattoo stechen ließ. Bislang gilt in den meisten Bundesländern die Regelung, dass Tattoos bei Polizisten eingeschränkt erlaubt sind, nämlich nur an nicht sichtbaren Körperstellen. Die kurzärmlige Dienstkleidung aus T-Shirts, Fahrraduniform und Sommerhemden reduziert die Tattoo-Möglichkeiten. Gründe für diese Regel gibt es einige. Bernd Drescher vom Landespolizeiamt Kiel spricht sich für tattoolose Polizeibeamte aus und meint stellvertretend „Polizisten sind Repräsentanten des Landes, das äußere Erscheinungsbild und das Auftreten tragen entscheidend dazu bei“. (Quelle) Damit einher geht die Verpflichtung von Polizisten, „politisch, weltanschaulich und religiös neutral“ (zitiert aus dem Hessischen Beamtengesetz) aufzutreten. Ein Forenbeitrag zu diesem Thema verweist ganz praktisch auf den Alltag und die Aggression, der Polizisten zum Teil ausgesetzt sind. Tattoos könnten sogar gefährlich sein, da sie in angespannten Situationen zum Tropfen werden können, der das Fass zum Überlaufen bringt. Erlaubt man Tattoos müsste man zur Wahrung von Neutralität einen Kanon festlegen, welche Motive erlaubt sind. Es wäre auch zu klären, ob es Farben oder Symbole gibt, die in einigen Kulturen eventuell negative Bedeutungen haben. Eine komplizierte Angelegenheit. Trotzdem wurde in Schleswig-Holstein über die Aufhebung des Tattoo-Verbots diskutiert: die Dienststellen leiden unter Nachwuchssorgen und da rückt die Frage, ob das Verbot immer noch zeitgemäß ist schnell in den Fokus.

Spätestens seit dem Einzug von Bettina Wulff in Schloss Bellevue heißt es, Tattoos wären in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch stimmt das wirklich? Die Zahlen deuten auf eine Generationenfrage. Für viele ältere Menschen sind Tattoos immer noch an Knasterfahrungen oder an Matrosen geknüpft. Nicht so in der Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen. Mittlerweile sind jede zwölfte und jeder zehnte Deutsche im Alter bis 35 tätowiert. Tattoos haben also den Weg aus den Subkulturen gefunden. Ob man dennoch von mehr als einem Trend sprechen kann ist fraglich. Ja, die Einstellung zum Thema Tattoo mag sich geändert haben – die Langlebigkeit einer Tätowierung aber auch. Parallel zur steigenden Zahl der Tätowierten wächst auch das Bedürfnis sich nach einigen Jahren wieder von den Tattoos zu trennen.

Die Tattooentfernung mit Lasertherapie ist inzwischen schmerzarm und effektiv möglich. Ob ein Tattoo für die Laserentfernung in Frage kommt und was man rund um die Behandlung beachten muss, klären medizinisch geschulte Fachleute in einer kostenlosen Beratung. Bei der Lasertherapie von tattoolos wird das Tattoo in mehreren Sitzungen mit einem gütegeschalteten Nd:YAG-Laser bestrahlt. Dieser zerbricht die in der Haut eingelagerten Farbpigmente des Tattoos, so dass sie von körpereigenen Zellen abtransportiert werden können. Das Tattoo verblasst mehr und mehr. Wer also trotz sichtbarer Tätowierung in den Polizeidienst eintreten möchte hat neben dem vermutlich vergeblichen Wegschminken vor dem sportlichen Eignungstest nun auch die Möglichkeit eine Laserbehandlung anzufangen.

Autorin: Dorothea Martin
tattoolos

1 Kommentar

  1. Tattoo endet im Gefängnis | tattoolos® - Tattooentfernung via Laser - Ratgeber, News und Anwendungen sagt:

    […] das sich natürlich schwer verdecken lässt, gerade wenn es warm ist. Als Mitte September eine Polizistin mit einem Kollegen auf Streife in Neukölln unterwegs war, fiel ihr das Tattoo auf und sie hielten […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.