Die acht Arten der Tattooentfernung

, (0 Comments)

Frau bei der Laserbehandlung

Zu allererst: Es mag unglaublich klingen, dass man das wirklich erwähnen muss: Bitte versuche nie, dein Tattoo selbst zu entfernen! Aus einem kleinen Problem machst du ein großes. Versuchst du, dein Tattoo selbst zu entfernen, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Besuch beim Arzt oder gar im Krankenhaus nicht herumkommen. Den meisten Besuchern unserer Seite wird dieser Hinweis als selbstverständlich vorkommen, jedoch hat es in der Vergangenheit zahlreiche Versuche gegeben, eine solche Behandlung selbst durchzuführen. Dabei gibt es inzwischen diverse unterschiedliche und empfehlenswerte Arten der Tattooentfernung. Die gängigsten davon stellen wir dir hier vor.

Welche Arten von Tattooentfernung gibt es und welche davon sind empfehlenswert?

1. Laser Tatooentfernung

Die heute am meisten empfohlene Methode ist die Entfernung mithilfe von Lasertechnik. Diese Art der Tattooentfernung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr schmerzarm und hautschonend ist sowie ein narben- und rückstandsfreies Ergebnis bietet.

Bei der Entfernung mittels Lasertechnik, erreicht der Laserstrahl die sich in der zweiten Hautschicht, der Dermis, befindlichen Farbpartikel und erhitzt sie für den Bruchteil einer Sekunde auf mehrere 100°C. Dadurch zerplatzen diese, werden an das Lymphsystem abgegeben und durch dieses abtransportiert. Letztendlich werden sie über Leber und Niere ausgeschieden. Das Ergebnis ist eine Haut, die aussieht, als hätte sie nie ein Tattoo gesehen. Auch als Vorbereitung für eine Cover Up-Behandlung, dem Prozess des Übertätowierens, ist diese Art der Tattooentfernung bestens geeignet.

Tattooentfernung mit Laser am Bein

istockphoto.com – damiangretka

Da der zu ertragende Schmerz individuell bei jedem Menschen anders ausfällt, kann das Schmerzlevel dieser Art der Tattooentfernung nur schwer eingestuft werden. In der Regel ist die Entfernung per Laser aber nicht schmerzhafter, als das Tätowieren selbst. Ein gutes Tattooentfernungs-Studio sollte dir Möglichkeiten zur Schmerzlinderung anbieten können, insbesondere Geräte zur Hautkühlung und Schmerzcremes haben sich hier bewährt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Tattooentfernung mit dem Laser die richtige Methode für dich ist, lass dich von Erfahrungsberichten überzeugen.

Das Entfernen per Laser ist aufgrund der Ergebnisse und der Begleitumstände sowie der Unbedenklichkeit die absolute Nummer eins unter den Entfernungsmethoden. Darum hat sich tattoolos® Tattooentfernung ausschließlich auf diese Methode spezialisiert.

Wenn man sich für diese Methode entschieden hat, ist es wichtig, sich für ein Studio zu entscheiden, welches geschulte Mitarbeiter hat und hohe Hygienestandards einhält. Worauf du außerdem achten solltest, erfährst du in unserer Checkliste zur Tattooentfernung. Wichtig zu wissen ist, dass nicht jeder Laser alle Farben entfernen kann. Für einige Tattoos ist ein Lasergerät mit vier Wellenlängen nötig, da dieser alle Farben erreicht. Daher ist es wichtig, dass das Tattooentfernungsstudio eine gute und ausführliche Beratung bietet.

2. Cover Up (Prozess des Übertätowierens)

Auch diese Art der Tattooentfernung ist unter Umständen empfehlenswert. Allerdings ist dabei auch einiges zu beachten. So muss das neue Motiv entweder größer oder dunkler sein, oder das alte Motiv muss in das neue integriert werden können. Manchmal kann es notwendig sein, eine Cover up-Vorbereitung durchführen zu lassen, bei der die alte Tätowierung abgeschwächt wird, sodass die neue diese vollständig überdecken kann. Auf unserer Website findest du alle wichtigen Informationen zur Cover up-Vorbereitung.

Cover-up Tattoos eignen sich besonders für Menschen, die sowieso ein neues Tattoo an gleicher Stelle haben möchten und denen es egal ist, ob das neue Tattoo größer und dunkler ist als ihr vorheriges. Menschen, denen der gesundheitliche Aspekt wichtig ist und die der gesundheitsschädigenden Wirkung von Tattoofarben nicht mehr ausgesetzt sein möchten, sollten sich nicht für diese Art der Tattooentfernung entscheiden.

3. Dermabrasion (Hautabschleifung)

Hört sich schmerzhaft an, ist es auch. Aus diesem Grund kann dieses Verfahren ausschließlich unter lokaler Narkose durchgeführt werden. Die oberen Hautschichten werden in einer rein mechanischen Anwendung entweder weggeschliffen oder weggefräst. Hierfür wird ein Sandstrahlgerät oder eine Fräse verwendet. Vergleichbar ist dieses Verfahren mit der Rostentfernung von korrodierten Stahlteilen. Diese Art der Tattooentfernung ist nicht für alle Tätowierungen geeignet, da das Narbenrisiko verhältnismäßig hoch ist.

4. Diathermie (Thermische Tattooentfernung mit Strom)

Wer auf Schmerzen steht, wird höchstwahrscheinlich diese Art der Tattooentfernung wählen.

Die zur Entfernung erforderliche Hitze wird mit elektrischem Strom erzeugt, welcher in die betroffenen Hautschichten geleitet wird, wo er starke Hitze erzeugt und die Farbpartikel verbrennt. Leider sterben die umliegenden Zellen teilweise mit ab. Der Körper stößt das abgestorbene Gewebe und die Farbpartikel nach außen ab, die Haut erneuert sich von innen neu.

Dieses Verfahren zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Nachteilen aus:

  • Umliegende Zellen werden „verbrannt“
  • Hohe Narbenbildung
  • Notwendigkeit einer lokalen Narkose
  • Starke Schmerzen bei Wundheilung
  • Langer Prozess der Heilung

5. Chemisches Peeling

Auch bei dieser Art der Tattooentfernung kommen Schmerzfans voll und ganz auf ihre Kosten. Hier werden, wie bei der Dermabrasion, die oberen Hautschichten entfernt, jedoch mithilfe von chemischen Hilfsmitteln, wie z.B. der Fruchtsäure. Durch die ätzende Wirkung schälen sich die über der farbtragenden Schicht liegenden Hautschichten ab. Die farbtragende Hautschicht wird anschließend mit Wasser, Sandstrahl oder der chemischen Keule angegriffen und Farbpigmente abgetragen.

Die Nachteile dieses Verfahrens sind denen der Hautabschleifung ähnlich. Auch hier ist eine lokale Narkose nötig, die umliegenden Hautschichten werden ebenfalls angegriffen, es drohen eine Narbenbildung und ein langer, schmerzhafter Heilungsprozess. Außerdem kann es passieren, dass sich die behandelte Hautpartie farblich vom Rest der Haut abhebt. Diese Hellerfärbung ist nicht reversibel.

6. Waterjet Cutting

Diese Methode ist ein komplexer medizinischer Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Mit einem hochkonzentrierten Wasserstrahl werden die Hautschichten, die die farbtragende Hautschicht überdecken, aufgeschnitten. Die dadurch freigelegten Farbpartikel werden anschließend mit dem Wasserstrahl herausgespült.

Dieser Eingriff kommt einer Operation nahe, einziger Vorteil gegenüber der chirurgischen Tattooentfernung ist, dass die Narbenbildung etwas geringer ist. Ganz ohne Narben wird es allerdings nicht gehen.

7. Exzision (Chirurgische Entfernung)

Wichtig zu wissen – hierbei handelt es sich um eine Operation. Anwendbar ist diese Art der Tattooentfernung nur bei kleineren Tattoos. Auch ist sie nicht an jeder Körperstelle anwendbar. Die Hautstelle mit der Tätowierung wird herausgeschnitten und die umliegende Haut wird gedehnt und zusammengenäht. Eine lokale Anästhesie ist in jedem Fall notwendig, in vielen Fällen gar eine Vollnarkose. Zwangsläufig bleiben unschöne Narben als Erinnerung an dein Tattoo.

Ärzte im Op-Saal

istockphoto.com – jacoblund

8. Flüssige Tattoo- Entferner

Wie beim Tätowieren wird eine Flüssigkeit, zumeist eine Milchsäure-Lösung, unter die Haut gebracht. Dadurch soll, laut der Werbeversprechen der Anbieter, der Körper die Farbpartikel abstoßen. Es drohen allerdings schwere Entzündungen, Hautreizungen, eine Belastung der Schleimhäute und Narben. Was das Bundesamt für Risikobewertung zu dieser Art der Tattooentfernung sagt, kannst du hier lesen.

Für welche Art der Tattooentfernung solltet ihr euch entscheiden?

In den letzten Jahren hat sich die Laserbehandlung als Standard-Entfernungsmethode durchgesetzt. Dies hat mehrere Gründe:

  • es handelt sich um die schmerzärmste Methode
  • die Abheilung erfolgt relativ schnell
  • es findet keine Operation statt
  • die gesundheitlichen Risiken sind verhältnismäßig gering
  • das Verfahren ist i.d.R. narben- und rückstandsfrei

Ein KOSTENLOSES E-Book zur Tattooentfernung mittels Lasertechnik kannst du hier herunterladen.

Aufgrund der unzähligen Vorteile wendet tattoolos® ausschließlich diese Art der Tattooentfernung an. Aktuellste Technik kommt zum Einsatz und je nach Standort steht zusätzliches Equipment, wie das Kühlgerät, das das Schmerzempfinden lindert, oder der CO²-Laser, dessen Einsatz das Hautbild verbessert, vom Tätowieren übrig gebliebene Narben mildert und entfernt und in einigen Fällen die Anzahl der Sitzungen verringert, zur Verfügung.

Möchtest du weitere Informationen zur Tattooentfernung? Vereinbare jetzt einen Termin und lass dich von uns beraten!

Einen Tipp haben wir noch für Euch: Wenn der Name deines Ex´ deine Haut schmückt, suche dir einfach einen neuen Partner mit dem gleichen Namen. So sparst du dir eine Tattooentfernung.

😊

Titelbild: istockphoto.com – mkrberlin

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.