Bundesinstitut für Risikomanagement forscht zu Tattoo-Pigmenten nach Laserbestrahlung

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Bekannte Gesundheitsrisiken halten Tattoofreunde bekanntlich nicht von Tätowierungen ab. Weil auch die Tattooentfernung mit Laser den Körper belastet, bietet tattoolos die ganzheitliche Tattoentfernung an. Selbstverständlich werden alle Kunden über das Vorgehen und mögliche Konsequenzen aufgeklärt. Zur unterstützenden Fremdstoffausleitung werden naturheilkundliche Produkte wie beispielsweise der Shejoba-Bio-Tee angeboten.

Tätowiermittel waren wiederholt Forschungsgegenstand. Aktuell veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikomanagement ein Statement zu einem in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienenen Artikel. Eingangs wird betont, dass bisher „Daten zur Bewertung der Sicherheit der Entfernungsmethoden fehlen“. Wie sich chemische Abbauprodukte freisetzen und im menschlichen Körper verteilen, ist momentan „größtenteils unklar“. Nun bestimmte das BfR erstmals die Spaltprodukte, die bei Rubinlaserbestrahlung des kupferhaltigen Pigments Phthalocyanin-Blau entstehen.

Bei den hochspezialisierten Untersuchungen wurde unter anderem Blausäure in Konzentrationen nachgewiesen, die die Wissenschaftler für so toxisch halten, dass sie Zellschäden der Haut verursachen können. Blausäure ist ein farbloses, schnell wirkendes Gift. Übertragen auf den menschlichen Körper, halten die Forscher eine Blausäure-Konzentration in bestimmten Gewebsschichten infolge Laserbehandlung von bis zu 30 Mikrogramm pro Milliliter für ein gesundheitliches Risiko. Eine mögliche Gefährdung hänge von der Größe der Tätowierung, der Pigmentkonzentration, der Körperstelle, der Bestrahlungsdosis und der verwendeten Wellenlänge des Lasers ab. Nach Ansicht der Autoren besteht weiterer Forschungsbedarf.

„Der Rubin-Laser arbeitet in der Regel nur mit einer Wellenlänge von 694 nm. Damit lassen sich gerade blaue Pigmente sehr gut entfernen. Allerdings auch nur diese“, berichtet tattoolos-Geschäftsführer Markus Lühr aus der täglichen Praxis. Seiner Meinung nach werden sich Rubin-Laser deshalb bei der Tattooentfernung nicht durchsetzen. Moderne Laser arbeiten mit vier Wellenlängen und basieren auf einem modernen Nd: YAG Kristall. Die ND YAG-Laser sind die am häufigsten verbreiteten Laserarten bei der Tattooentfernung.

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