Blackout Tattoos – extremer Trend mit Risiken

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19.Okt 2017 • Gesundheit, Wissenswertes • 0 Kommentare

Blackout Tattoos – extremer Trend mit Risiken

Junger Mann mit Blackout Tattoo am ArmBlackout Tattoos werden – gepusht durch die Sozialen Medien wie Instagram und Facebook – immer beliebter in der Tattoo-Szene. Dabei werden bestimmte Körperteile oder größere Flächen komplett schwarz tätowiert, bis hin zum Full Body Blackout Tattoo. In diesem Zusammenhang steht nicht, wie bisher üblich, ein Motiv im Vordergrund, sondern einzig und allein flächendeckend die Farbe Schwarz. Allerdings warnen Dermatologen vor den gefährlichen Folgen für die Gesundheit, die von dieser Technik ausgehen können. Was steckt wirklich hinter dem Tattoo-Trend?

Das Blackout Tattoo: von der Cover-up-Notlösung zur Mainstream-Erscheinung

Auf den ersten Blick wirkt das Blackout Tattoo ungewohnt düster und hinterlässt einen unheimlichen Eindruck. Schließlich ist diese großflächige Tätowierung ganz in Schwarz gehalten und deckt die jeweilige Körperstelle komplett ab. Anfänglich wurde dieser Tattoo-Style vor allem als Cover-up Tattoo für Motive genutzt, die vom Träger nicht mehr erwünscht sind. Jeder Millimeter der Haut ist unter einer Schicht aus schwarzer Farbe verborgen, was immer noch ein eher ungewöhnliches Bild für uns darstellt. Allerdings gibt es neben sehr einfachen Varianten, auch kunstvolle Designs mit verspielten, kreativen und femininen Ausgestaltungen. Daher sind Blackout Tattoos bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt. Das Faszinierende für viele Fans des Tattoo-Trends: Das Konzept ist simpel und monochrom, wodurch das Ergebnis ausdrucksstärker als ein „normales“ Tattoo wirkt.

Ein Jahrhundertealtes Ritual wird plötzlich zum Mega-Hype!

Tattoo-Studios bestätigen, dass Blackout Tattoos immer häufiger gewünscht werden. Dabei ist die Methode keineswegs neu: Zu den Vorreitern dieses Trends gehören die Japaner und die Maoris. Bei diesen Völkern gehört es zur Kultur, sich als Ritual größere Flächen komplett schwarz zu tätowieren. Heutzutage trauen sich auch bei uns vermehrt junge Leute, diese Tattoo-Art auszuprobieren.

Nicht ganz unschuldig daran ist der Tätowierer Chester Lee aus Singapur, der sich in der Szene einen Kultstatus erstochen hat. Lee praktiziert die Blackout-Technik schon seit einigen Jahren und dokumentierte die Ergebnisse auf Instagram. Von dort haben sich die schwarzen Tätowierungen auch bei Facebook und Twitter verbreitet und lösten einen riesigen Hype aus, der sich mittlerweile auf allen Kontinenten durchgesetzt hat. Besonders Hipster und eingefleischte Tattoo-Fans wagen sich an das spezielle Blackout Tattoo heran, manche sogar in der extremsten Variante – als Full Body Blackout Tattoo. Auffallen ist damit jedenfalls garantiert!

Bestimmte Körperstellen eignen sich besonders gut für Blackout Tattoos

Heutzutage werden Tattoos in der Gesellschaft ganz anders wahrgenommen als noch vor einigen Jahren. Sie werden als eigenständige Körpermodifikation in eine gewünschte Richtung anerkannt und in vielen Bereichen toleriert. Mittlerweile sind sogar Tattoos bei der Polizei unter bestimmten Voraussetzungen kein Problem mehr. Blackout Tattoos sind allerdings eine sehr extreme Art der Tätowierung.

Dennoch sind vor allem der Rücken, die Arme und Beine als Körperstellen sehr beliebt. Dabei werden häufig nur gewisse Stellen schwarz tätowiert, zum Beispiel der Unterarm, Teile des Rückens oder der Unterschenkel. Dass diese Art von Tattoo an sichtbaren Körperstellen irgendwann einmal zum Problem werden könnte, sollte sich jeder Tattoo-Fan vorher genau vor Augen halten.

Bei diesem Trend sehen viele Dermatologen schwarz: die Nachteile und Gefahren

Zu den offensichtlichen Nachteilen der komplett schwarzen Tattoos gehören die großen Schmerzen, die bei den langen Sitzungen beinahe unvermeidlich sind, sowie die extrem hohen Kosten, die sich abhängig von der Größe der Körperstelle noch steigern. Hinzu kommt, dass der Tattoo-Artist tiefschwarze Farbpigmente in die obere Hautschicht einsticht. Abhängig von der Qualität können diese Farben schädliche Stoffe enthalten, welche in manchen Fällen für immer im Körper verbleiben. Teilweise transportiert der Körper die Schadstoffe ab, oft lagern sich die Reste der Farben aber in den Lymphknoten ein.

Empfindliche Personen können außerdem auf die Inhaltsstoffe mit schweren Allergien reagieren. Dabei lässt sich festhalten: Je größer die tätowierte Fläche ist, desto massiver fallen die möglichen Nebenwirkungen aus. Positiv und erwähnenswert bleibt die Möglichkeit, mithilfe der komplett schwarzen Tätowierungen besonders ungeliebte alte Tattoos zu überdecken und hinter sich zu lassen. Aber natürlich stellt sich auch die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, wenn einem die große schwarze Fläche einmal nicht mehr gefällt?

Blackout Tattoo-Trend um jeden Preis? – Das solltest du vor dem Tätowieren beachten!

Aufgrund der gesundheitlichen Gefahren und der extremen Wirkung dieser speziellen Tattoos, sollte so ein Schritt im Vorfeld gut überlegt werden. Abgesehen davon erfordert das außergewöhnliche Motiv eine Menge Ausdauer und hohe Schmerzresistenz beim Tätowierten. Damit die Haut völlig unter der schwarzen Farbe verschwindet, dauert der Tätowierungsprozess oft viele Stunden und verursacht unangenehme Schmerzen. Zu beachten ist auch, dass das Stechen eines Tattoos eine Wunde verursacht. Diese Wunde kann sich im schlimmsten Fall infizieren und zu vernarbten Stellen führen. Außerdem können bei diesem Vorgang, wie bei jedem Tattoo, gefährliche Viren wie Hepatitis und HIV übertragen werden. Deshalb ist unbedingt auf einwandfreie Hygiene-Standards beim Tattoo-Studio zu achten. Manche der verwendeten Farben stehen außerdem im Verdacht, auf lange Sicht krebserregend zu sein. Je größer die tätowierte Hautfläche, desto höher das Risiko.

Lässt sich ein Blackout Tattoo wieder entfernen?

Dank der modernen Lasertechnik, die auch tattoolos verwendet, können heute nicht nur kleine Tattoos, sondern auch größere, wie ganze Rückentattoos oder große schwarze Tribals, gut entfernt werden. Trotzdem solltest du natürlich bedenken, dass du bei einem Blackout Tattoo wahrscheinlich sehr viel mehr Sitzungen benötigst, wenn du dein Tattoo weglasern möchtest, als bei weniger großflächigen Tattoos. Wenn du dir unsicher bist, ob sich dein Tattoo effektiv entfernen lässt, und wissen möchtest, welche Kosten auf dich zukommen, besuche uns einfach an einem unserer tattoolos-Standorte und lass dich ausführlich von unseren Experten beraten.   

Fazit: Ein Tattoo, das gut überlegt sein will

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder neue Tattoo-Trends, die meist genauso schnell wieder gingen, wie sie auftauchten (wir erinnern uns alle noch an das gute, alte „Arschgeweih“). Da Blackout Tattoos allerdings einige Risiken mit sich bringen, solltest du dir vorher gut, überlegen, ob du diesen Trend wirklich mitmachen musst. Wenn du aus voller Überzeugung und ganz persönlichem Geschmack auf die großflächigen Tattoos setzt, wünschen wir dir damit natürlich viel Freude und alles Gute!

Titelbild – ©istockphoto.com/Art-Of-Photo

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