Leider kann keine Tätowierung mit einer einzigen Behandlung beseitigt werden – immer sind mehrere Behandlungen notwendig. Wenn das Tattoo dicht gestochen wurde, ist nach der ersten Behandlung manchmal kaum ein Effekt zu erkennen. Die genaue Anzahl und Dauer der Behandlung hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht exakt vorausberechnen. Einen Einfluss auf die Dauer der tattoolos®-Behandlung haben zum Beispiel: – verwendete Farben bzw. die Farbzusammensetzung der Tätowierung – Art und Tiefe des Pigmenteintrags – Größe und Qualität der Tätowierung – Reaktionsfähigkeit des körpereigenen Immunsystems – Konsequenz und Regelmäßigkeit der Behandlungen – Art und Pflege der Nachbehandlungen Mehr als ca. 120 cm² sollten pro Sitzung nicht behandelt werden, da die Infektionsgefahr sonst zu groß und der Körper zu sehr belastet wird. In der Regel rechnet man mit 8-12 Laserbehandlungen; erfahrungsgemäß fordern Laientätowierungen weniger Sitzungen. Die Vielzahl der Behandlungen resultiert aus dem Prinzip der selektiven Photothermolyse: bei jeder Sitzung wird ein Teil des Pigments zerstört; der Körper benötigt seine Zeit, um die zertrümmerten Pigmente abzuräumen. Erst danach hat der Laser wieder “freie Sicht” auf das Restpigment und kann die nächste Pigmentschicht gezielt zerstören. Die Tätowierung wird pro Sitzung immer blasser und verschwommener, bis sie letztendlich ganz “vergeht”.
Die Laserbehandlung mit dem gütegeschalteten YAG-Laser ist grundsätzlich schmerzarm – wird aber sehr unterschiedlich empfunden, je nach Schmerzempfindlichkeit und Körperstelle. Man kann den Schmerz etwa mit dem Schnippen eines Gummibandes auf der Haut vergleichen. Manche tattoo[los]-Kunden empfinden den Schmerz weniger unangenehm als das Tätowieren selbst. Nach der Behandlung fühlt sich die Haut entzündet an, ähnlich einem Sonnenbrand. Empfehlenswert ist es daher die Haut zu kühlen.
Grundsätzlich gilt: je weniger an den gelaserten Arealen manipuliert wird, desto schöner ist das Ergebnis. Behandelte Areale dürfen 3 Tage lang nur sehr vorsichtig gewaschen werden, beim Abtrocknen müssen die Stellen leicht abgetupft werden. Feuchtigkeitscremes und Puder-Makeup bzw. Rouge sind erlaubt. Krusten oder Blasen dürfen grundsätzlich nicht abgekratzt oder entfernt werden. Sechs bis 12 Wochen nach der Lasertherapie ist die neue Haut noch erhöht sonnenempfindlich und muss unbedingt geschützt werden (Sonnen-Blocker, Lichtschutzfaktor 40 oder mehr). Gern stimmt das tattoolos®-Team die Behandlungstermine flexibel mit Ihren Urlaubsplänen ab.
Während und nach der tattoolos®-Behandlung kann das Tattoo gerötet sein und leicht anschwellen. Auch Bildung von feinen Krusten sind möglich, bei sehr starker Reaktion der Haut in seltenen Fällen auch Blasenbildung, Dunkel- oder Hellfärbungen der Laserareale oder Infektionen (z.B. mit Herpesviren und Bakterien). Im Normalfall ist die Laserbehandlung narbenlos. Entscheidend für ein gutes Ergebnis ist das verantwortungsvolle Verhalten des Patienten vor und nach der Behandlung. Vor allem Sonnenbäder und Solariumgänge sind vor und nach dem Lasereingriff zu meiden, um Fleckenbildung der Haut vorzubeugen. Aspirin/Acetylsalicylsäure und andere blutverdünnende Medikamente müssen 1 Woche vorher abgesetzt werden um Blutergüsse zu vermeiden. Das Narbenrisiko ist sehr gering.
In den Tagen nach der Laserbehandlung ist die behandelte Stellen trocken und sauber zu halten. Duschen ist möglich, aber auf Schwimmen und Saunen sollte der tattoolos®-Kunde in den ersten 7 Tagen verzichten. Die Haut ist zwar unverletzt, aber die Infektionsgefahr ist dennoch gegeben. Infektionen könnten zur Narbenbildung führen. Nach einer vollständigen Tattooentfernung kann eventuell manchmal ein helles Nachbild (Hypopigmentierung) angedeutet bleiben. Das kommt dadurch zustande, dass neben dem Tattoo-Pigment auch das hautfarbene Farbpigment der Haut ungewollt entfernt worden ist. Dieser Effekt lässt sich auch nicht sicher verhindern, da das Tätowierungspigment in der Haut immer unter den Hautzellen liegt, die das natürliche, hautfarbene Hautpigment bilden. Auf dem Weg zur Tätowierung wird deshalb der Hautfarbstoff unter Umständen ebenfalls beeinflusst. Aus diesem Grund sollte der tattoolos®-Kunde – wie bei jeder Laserbehandlung – die behandelte Stelle bis zum Ende sämtlicher Laserbehandlungen vor Sonne und Solariumlicht schützen – je weniger braun der Haut-Ton ist, umso besser schlüpft das Laserlicht an den Pigmentzellen vorbei. Pflaster oder Kleidung sind idealer UV-Schutz.
Bei gebräunter Haut ist das Risiko einer unerwünschten Aufhellung viel größer. Hypopigmentierungen / Hellfärbungen sind nahezu immer vorübergehend; unerwünschte Dunkelfärbung (Hyperpigmentierung) ist eher selten und treten am ehesten an der Innenseite der Unterarme auf. Sollten sich trotz aller Vorsicht doch helle Flecken unter dem entfernten Tattoo bilden, so benötigt man nur etwas Geduld. Ausgehend von den Haarwurzeln im gelaserten Bezirk, sollte sich die normale Hautfarbe im Laufe einiger Jahre wieder bilden. Vorbeugung ist auch hier der bessere Rat: lieber erst dann mit dem Lasern beginnen, wenn eine Sonnenbräune völlig verblasst ist, als später auf die Rückkehr entfernter natürlicher Pigmente zu warten. Nach Ende der Behandlungsserie kann der tattoolos®-Kunde sich wieder ganz normal bräunen.
Selbstverständlich, allerdings kann es jedoch dazu kommen, dass auch die “normalen” Farbpigmente zerstört werden (d.h. die betreffende Stelle wird heller); Je nach Hauttyp und Veranlagung bilden sich nach kurzer Zeit an der gelaserten Stelle neue Hautpigmente und die gewohnte Hautfarbe stellt sich wieder ein.
Um der Haut genügend Regenerationszeit zu geben sollte vor der Tattooentfernung mit dem tattoolos®-YAG-Laser mindestens 90 Tage vergehen.
Grundsätzlich spielt das Alter der Tätowierung keine Rolle. Allerdings zeigen die Erfahrungen (In Abhängigkeit der verwendeten Farben), das bei älteren Tätowierungen die Farbpigmente tiefer in dem Gewebe eingekapselt sind und das unter Umständen dazu führt, dass mehrere Behandlungen notwendig sind.
Durch einen Laserstrahl werden die Farbpigmente mit extrem kurzen Laserimpulsen beschossen. Die vom Laserimpuls ausgehende Energie wird dabei von der Pigmentfarbe aufgenommen. Durch die „Schockwelle“ des energiereichen Laserstrahls wird das Pigment in kleine Teile zersprengt. Das umliegende Hautgewebe reagiert nicht auf den extrem kurzen Laserstrahlen und bleibt daher unverletzt. Durch dieses neuartige und schonende Prinzip werden die verschiedenen Pigmente selektiv zerstört. Die „zerschossenen“ Farbpartikel werden von den Makrophagen (Fresszellen) aufgenommen und durch das Lymphsystem abtransportiert.
Q-Switched (gütegeschaltet) bedeutet, dass das Laserlicht über einen Zeitraum von einigen tausendstel Sekunden „gesammelt“ und dann in einem komprimierten Lichtblitz auf die Haut geschossen wird. Dieser Lichtblitz ist nur wenige Milliardstel Sekunden kurz, aber dafür mit sehr hoher Energieleistung. Nd:YAG-Laser heißt, dass der Laser als aktives Medium einen Neodym-Dotierten Yttrium- Aluminium Granat- Kristall verwendet.
Normalerweise Ja. Allerdings ist dies Abhängig von der chemischen Zusammensetzung der Farben. Schwarze bzw. dunkelblaue Tattoos lassen sich in der Regel ohne Weiteres entfernen. Problematischer wird es bei hellen Farben. Also gilt: Je dunkler die Farben sind desto besser wird der Laserstrahl absorbiert und zersprengt die Farbpartikel.
Dies gilt auch bei sogenannten „Schmutz- Tätowierungen“ (in der Lederhaut eingelagerte Verunreinigungen) Probleme könnte es geben, wenn die Farben durch Zusatzstoffe verunreinigt sind. Das kann dazu führen das der Behandlungserfolg ausbleibt bzw. die Hautstelle mehrfach „beschossen“ werden muss. Es ist auch noch nicht eindeutig klinisch geklärt, ob sog. “AZO-Farbstoffe” bei der Lasertherapie in krebserzeugende aromatische Amine aufgespaltet werden.
Eine Hautverletzung bei tattoolos®-Kunden ist nahezu ausgeschlossen, da lediglich die Farbpigmente “getroffen” werden. Sollten behandelte bzw. die abgesprengten Farbpartikel durch die Oberhaut austreten, und dabei ein Gefäß treffen, so kann es in seltenen Fällen zu leichtem Austritt von Lymphflüssigkeit bzw. Blut kommen. Im Allgemeinen jedoch kommt es nur zu Rötungen und leichten Schwellungen, die mit einem Sonnenbrand vergleichbar sind.
Nein, die Behandlung mit dem tattoolos®-YAG-Laser ist i.d.R. narbenfrei. Von dem tattoolos®-Team erhalten Sie für zu Hause Pflegehinweise/Kundeninformationen und eine Creme mit, damit Sie auch nach der Behandlung bestens versorgt sind.
Zwischen den Behandlungen sollten ca. 45 Tage liegen. Bei mehr als 6 Behandlungen benötigt der Organismus noch mehr Zeit zur Regeneration. Das tattoolos®-Team empfiehlt daher ab der 7. Behandlung ca. 60 Tage Regenerationszeit.